Mit dem Kommando "locate" schnell Dateien unter Linux finden.

Viele Nutzer steigen inzwischen auf Distributionen von Linux um. Die verschiedenen Varianten ermöglichen es, sich genau das OS zu installieren, dass den größten Mehrwert für einen selbst verspricht.

Den Überblick über die eigenen Dateien zu behalten, ist bei richtiger Organisation vielleicht noch möglich. Dagegen wird es bei den Systemdateien schnell unübersichtlich.

Für die schnelle Suche gibt es das Paket "findutils", das meist schon vorinstalliert ist. Mit dem darin enthaltenen Tool "locate" findet man in Sekundenschnelle jede Datei. Voraussetzung ist, dass man noch einen Namensbestandteil weiß.

Wenn man etwa locate xyz eingibt, erscheinen alle Dateien, die irgendwo im Datei-oder Pfadnamen "xyz" haben. Bei einer Angabe von nur drei Buchstaben findet das Tool allerdings viel zu viele Dateien. Besser ist, man kennt den Namen der Datei. Mit dem Parameter -b kann man die Suche eingrenzen. Gibt man den Parameter -b an, wird nur im Dateinamen selbst, nicht aber im Pfadnamen gesucht.

Es gibt aber bestimmte Dateien, da kann man sich den Namen nicht merken. Man hat vielleicht noch eine dunkle Ahnung wie sie heißt, aber genau weiß man es nicht. Genau das selbe kann einem auch mit der Schreibweise bestimmter Dateien passieren. Für solche Zwecke gibt es „regulärer Ausdrücke“. Sie stellen eine Erweiterung der üblichen Platzhalter wie "•" und "?" hinaus dar. So steht ein Punkt für ein beliebiges Zeichen, ein Stern nach einem Zeichen legt fest, dass dieses beliebig oft auftreten kann, aber nicht muss. Soll es mindestens einmal erscheinen, verwendet man ein Pluszeichen anstelle des Sterns. Die Verwendung regulärer Ausdrücke durch "locate" kann mit dem Parameter -r eingeschalten werden.

Der Befehl "man 7 regex" liefert eine einführende Dokumentation zu den regulären Ausdrücken, die auf der Kommandozeile in vielen Befehlen sehr nützlich sein können.